Zum 14. Mal startet Sommerblut das Festival der Multipolarkultur. Vom 9. bis 25. Mai 2015 erwartet die Menschen aus Köln, der Region und der ganzen Welt ein multipolares und innovatives Kulturprogramm mit Theater, Tanz, Musik, bildender Kunst, Film und Literatur.

„Geld“ ist der Schwerpunkt 2015. Wir treffen Lebenskünstler und Müßiggänger, die behaupten, ohne Geld glücklicher leben zu können. Es geht um Obdachlose und die Angst vor sozialer Ausgrenzung, wenn man im Konsumwettrennen nicht mithalten kann. Und auch Geizhälse kommen zu Wort, denen ihr Geld zum Fluch geworden ist.

Am 9. Mai 2015, 19 Uhr, beginnt Sommerblut im Comedia Theater in der Kölner Südstadt mit einem großen Eröffnungsprogramm.
Elias Elastisch vermischt in pantomimischer Perfektion Phantasien, Träume und Gedanken mit einem unverwechselbaren Sinn für die absurden Momente des Lebens. „Zeit ist Geld“, so lautet sein Motto, und mit erbarmungslosem Sarkasmus erzählt er die Geschichte eines Herzpatienten, der die OP-Rechnung nicht bezahlen kann.
Die von Geburt an blinde Sängerin Joana Zimmer fasziniert mit ihrer wunderbaren Soul-Stimme. Am Flügel begleitet von Sibylle Briner singt sie einige ihrer Lieblingslieder.
Eine tragische Lebensgeschichte in Plastiktüten erzählt Julia Raab mit ihrer stummen Maskenfigur „Die Dicke“. Mit einem Trolley streift „Die Dicke“ durch die Straßen. Jeden Abend kommt sie irgendwo an und lässt sich nieder. Aus ihren Plastiktüten zieht sie Bruchstücke ihrer Lebensgeschichte.
Giuseppe Giuranna verzaubert mit mitreißendem Poetry-Slam. Die Lyrik des gehörlosen Gebärden-Poeten scheint zunächst lautlos, erzeugt aber dann ein unbeschreibliches musikalisches Erlebnis voller Rhythmik und Poesie.
Stimmgewaltig stellt der Schwullesbische Chor Köln die herkömmlichen Rollen der Männer- und Frauenstimmen auf den Kopf. Der Chor präsentiert eine einzigartige Interpretation bekannter Musikstücke, die um das Thema Geld zentriert sind. Musikalische Überraschungen sind dabei garantiert.
AndersSein vereint – so lautet das Motto der Mischa Gohlke Band. Der hörgeschädigte Gitarrist Mischa Gohlke und Sängerin Katrin Wulff präsentieren einen fesselnden Sound mit Pop-, Blues-, Funk- und Rock-Elementen. Gelebte Inklusion at its best – auf- und abseits der Bühne.
Der Eröffnungsabend wird moderiert von Marko Berger, dem Theaterleiter des Orangerie-Theaters im Volksgarten.

Die Veranstaltung wird für gehörlose Menschen von einem Gebärdensprachdolmetscher übersetzt, und es gibt eine Audiodeskription für blinde Menschen.

Hier die Mischa Gohlke Band im NDR DAS! Magazin:
Beitrag über das aktuelle Projekt „AndersSein vereint – Inklusionssong für Deutschland“

 

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