Andrea Asch MdL, Vorsitzende Sommerblut Kulturfestival e.V.

Andrea Asch MdL, Vorsitzende Sommerblut Kulturfestival e.V.

Liebe Festival-Besucherinnen und Besucher,

Willkommen zum Sommerblut-Festival 2015!

In diesem Jahr dreht sich bei Sommerblut alles ums Geld – es ist das Schwerpunktthema 2015. Kaum ein anderes Thema ist so schillernd, weckt Sehnsüchte, Begierden und Ängste.

Geld regiert die Welt, Geld zu haben oder nicht, trennt die Reichen von den Armen, die Sieger von den Verlierern.

Geld kann die Ursache heftigster Emotionen sein. Die schlechtesten Eigenschaften des Menschen wie Gier, Neid und Egoismus manifestieren sich am Geld, die meisten Verbrechen passieren aus Geldgier, aber auch Großzügigkeit und Solidarität können mit Geld zum Ausdruck gebracht werden.

Das Sommerblut Kulturfestival 2015 widmet sich diesem Stoff an dreißig Veranstaltungsorten mit annähernd achtzig Veranstaltungen und rund vierhundert beteiligten KünstlerInnen.

In Theater-, Tanz- und Literaturveranstaltungen, in Konzerten, Filmen und Ausstellungen wollen wir die weitreichenden Auswirkungen des Geldes auf Mensch und Gesellschaft thematisieren.

Wir treffen Lebenskünstler und Müßiggänger, die behaupten, ohne Geld glücklicher leben zu können. Es geht um Obdachlose und um die Angst vor sozialer Ausgrenzung, wenn man im Konsumwettrennen nicht mithalten kann. Auch Geizhälse kommen zu Wort, denen ihr Geld zum Fluch geworden ist.

In der Theaterperformance Ausgebrannt geht es um Menschen, die den wachsenden Anforderungen unserer Leistungsgesellschaft und der Jagd nach dem Geld nicht standhalten und mit Burn Out reagieren.

Wie in jedem Festival wird auch in diesem Jahr das Thema Inklusion seinen festen Platz im Festival haben. Unsere Produktion INKLU:CITY wird von unterschiedlichsten Menschen gestaltet – Alte und Junge, Menschen mit und ohne Behinderung, Homos und Heteros, Migranten und Flüchtlinge werden in den künstlerischen Prozess einbezogen. Wo ist mein Platz in dieser Stadt, gehöre ich dazu – oder bin ich ausgeschlossen, diesen Fragen wird in der Theaterperformance nachgespürt.

Auch in diesem Jahr haben Rolf Emmerich und Hiltrud Cordes ein anspruchsvolles und spannendes Programm zusammengestellt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!

Ein großer Dank geht ebenso an alle UnterstützerInnen und SponsorInnen, die das Festival erst möglich machen.

Freuen wir uns gemeinsam auf das Sommerblutfestival 2015!

Herzlichst

Andrea Asch
Vorsitzende des Vorstands des Sommerblut Kulturfestival e.V.

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Ute Schäfer Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ute Schäfer
Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ute Schäfer Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen zum Festivalschwerpunkt „Geld“

 

Mein wichtigster Grundsatz in Geldangelegenheiten als Ministerin lautet:

Wenn man etwas bewegen will, braucht man in der Regel gewisse finanzielle Mittel. Mindestens genauso wichtig sind aber Begeisterung für die Sache, gute Ideen und das persönliche Engagement, das Menschen einbringen. Dafür muss Politik Freiräume und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

 

Ein Leben ohne Geld wäre für mich

eine schöne Utopie.

 

Kunst und Geld sind

seit langem miteinander verbunden, wie wir es in der Geschichte zum Beispiel bei der Entwicklung von Stiftungswesen und Mäzenatentum sehen. Kunst und Kultur sind wesentlich für den Zusammenhalt und die Innovationskraft in einer Gesellschaft. Deshalb ist die Förderung von Kunst und Kultur bis heute eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

 

Als ich Kind war, bedeutete Geld für mich,

dass ich mir damit Dinge leisten konnte, die für mich das Leben schöner gemacht haben, ein Eis oder eine Kinokarte zum Beispiel. Kein Kind in unserem Land sollte ohne solche kleinen Freuden auskommen müssen.

 

In meinem Portemonnaie befindet sich immer

all das, was sich dort so allgemein ansammelt. Und natürlich etwas Geld.

 

Den Spruch „Mit Freunden macht man keine Geschäfte“ finde ich

richtig, ich gehe lieber, wenn Zeit ist, mit Freunden zum Wandern – oder natürlich zu einem tollen Kulturfestival.