BarbaraWachendorf

 

Die Arbeit begleitet den Menschen von Anbeginn und ist gleichermaßen Freund wie Feind. Bei der von ver.di unterstützten Initiative „Bin ich Arbeit?“ bringen Menschen ihre persönlichen Einstellungen, Erfahrungen, Vorstellungen und Hoffnungen aus jeglicher Arbeits- oder Nichtarbeitssituation ein. Es geht um „Arbeit heute“ und „Arbeit in Zukunft“. Aus diesem großen Erfahrungsschatz von „Stimmen“ entstehen seit 2007 Theaterstücke, Lesungen und Performances.

Das Sommerblut Kulturfestival hat dieses Jahr interessante Angebote speziell für Mitglieder von Gewerkschaften.


Play Sisyphos – Ein Mysterienspiel von Gregor Leschig Inszenierungen

Donnerstag, 14.05.2015 – 20 Uhr – COMEDIA Theater, Vondelstraße 4–8, 50677 Köln

Eintritt: ver.di-Mitglieder 10 EUR – VVK/AK 15 EUR (erm. 12 EUR)

Tickets: Bestellung ver.di-Mitglieder per E-Mail über info@ich-bin-arbeit.de,

reguläre Tickets über www.sommerblut.de/gregor-leschig-inszenierungen

Deutschland, Mittwoch, 13.30 Uhr: Marga steht wie jeden Tag vor ihren ‚Kunden’. Desinteressiert verfolgen diese ihr Bewerbungstraining. An sich und der Welt verzweifelnd, kommt Marga zu der Überzeugung, dass Sisyphos dringend eine Pause einlegen muss. Die einzige Möglichkeit, um die Menschheit von der Geißel ‚Arbeit’ zu befreien. Um ihn zu finden, begibt sie sich zusammen mit einem geheimnisvollen Begleiter in die Unterwelt. In der jenseitigen Welt beginnt ein absurder Reigen, ein Mysterienspiel, das ‚die kleine Seele Mensch’ im Disput mit sich und den Kräften der Arbeitswelt zeigt.

In beeindruckenden Bildern und Szenen beschäftigt sich ‚Play Sisyphos’ mit den Auswirkungen der Arbeit auf Leib (Körper) und Geist (Psyche) des Menschen.


Lesung und Diskussion:

Arbeit – Engagement – Ausbrennen?

Freitag, 15.05.2015
18 Uhr (vor der Aufführung AUSGEBRANNT – Sommerblut Kulturfestival)
Berufliches Trainingszentrum (BTZ), Vogelsanger Str. 193, 50825 Köln

Eintritt frei

Kann Burnout heute jede und jeden treffen?
Und was sagt das Ausbrennen über das Arbeiten heute aus?

Stephan Siemens und Martina Frenzel sind der Überzeugung, dass die gesellschaftlichen Ursachen für Burnout in der heutigen Organisation der Arbeit zu suchen sind. Mit der Theorie der „indirekten Steuerung“ zeigen sie, wie unternehmerische Verantwortung an Teams und Unternehmenseinheiten übergeben wird. Eine Folge ist: Die Team-Mitglieder setzen sich gegenseitig unter Druck, ihre persönlichen Beziehungen werden (über-)belastet mit dem unternehmerischen Zweck.

Die Autoren stellen den Hintergrund dieser Theorie dar und lesen aus „Burnout – eine Folge der Neuen Organisation der Arbeit“ und aus dem Buch „Das unternehmerische Wir“.

Im Anschluss ist Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion.

Infos: www.meine-zeit-ist-mein-leben.de


AUSGEBRANNT von Barbara Wachendorff

Eine Theaterperformance zum Thema Burnout

Premiere Mittwoch 13.05.
Weitere Termine: 14.05. bis 17.05.2015 und 20./21.05.2015 – 20 Uhr
Berufliches Trainingszentrum (BTZ) – Vogelsanger Straße 193 – 50825 Köln
Eintritt: VVK/AK 15 EUR (erm. 10 EUR)
Tickets: www.sommerblut.de/barbara-wachendorff-2

Zehn Menschen, die einen Burnout durchlebt haben, und drei Schauspieler, eine Sängerin und ein Tänzer gehen gemeinsam auf eine szenische Entdeckungsreise. Sie spüren dem Zusammenhang zwischen individueller Disposition und den gesellschaftlichen Bedingungen nach, die dazu beitragen, dass das Burnout-Syndrom immer größere Verbreitung findet und dennoch in hohem Maße tabuisiert wird.

Aberwitzige Anforderungen werden zu aberwitzigen Theater-Szenen verdichtet. Die Inszenierung von Regisseurin Barbara Wachendorff mit der Dramaturgie von Joachim Henn erlaubt verzweigte Einsichten in eine Form der Depression, die – wie es scheint – immer nur die anderen haben dürfen.