„Geld“ ist Schwerpunktthema bei Sommerblut 2015

Mit rund 80 Veranstaltungen, 30 Veranstaltungsorten und über 400 Künstlern geht das Sommerblut Kulturfestival dieses Jahr zum 14. Mal an den Start. Vom 9. bis 25. Mai 2015 präsentiert das Festival der Multipolarkultur ein vielfältiges Programm zum Themenschwerpunkt „Geld“.

Sommerblut widmet sich dem Stoff, der Träume Wirklichkeit werden lässt und Menschen in den Ruin treibt. In Theater-, Tanz-, Literaturveranstaltungen und in Filmen werden die Auswirkungen des Geldes auf Mensch und Gesellschaft thematisiert. Wir treffen Lebenskünstler, die behaupten, ohne Geld glücklicher leben zu können. Es geht um Obdachlose und die Angst vor sozialer Ausgrenzung, wenn man im Konsumwettrennen nicht mithalten kann. Auch Geizhälse kommen zu Wort, denen ihr Geld zum Fluch geworden ist.

In „SCHREI MICH AN – Ein Stück Theater“ treffen unterschiedliche Menschen als Experten ihrer Lebenswelt in einer inklusiven Gesellschaft zusammen. Das einmalige Theaterprojekt nutzt die Verschiedenartigkeit im positiven Sinne und erforscht das Leben in der Stadt Köln. Das Ensemble bringt dabei Talente und Kompetenzen wie z.B. Behinderung, Alter, Religion und sexuelle Orientierung ein.

Burnout ist das Thema von „AUSGEBRANNT“. In der Theaterperformance gehen Menschen mit Burnout zusammen mit Schauspielern auf eine szenische Entdeckungsreise. Es wird der Frage nachgegangen, warum das Burnout-Syndrom immer größere Verbreitung findet und dennoch in hohem Maße tabuisiert wird.

Beim „BALKONBALLETT BOCKLEMÜND“ wird ein ganzes Veedel zur Bühne. Die Bewohner von Bocklemünd stehen auf ihren Balkonen und erzählen wütend, glücklich oder träumend vom Bocklemünder Leben: Was bedeutet Gemeinschaft? Warum lebe ich hier? Ein einmaliger, poetischer Theaterabend mit Tanz, hausgemachter Musik und vielen Wahrheiten.

Die „STADT DER SCHILDKRÖTEN“ ist ein theatrales Abenteuerspiel nach den Regeln der Straße. Wie stellen wir uns den Alltag eines Obdachlosen in unserer Stadt vor? Die Spieler bewegen sich durch Wohnheime, Suppenküchen und Kleiderkammern und entdecken dabei die Stadt Köln neu.

Viele weitere Programmpunkte finden zum Thema Inklusion statt. „PHILOKTET“ ist ein theatraler Psychokrimi, der die Geschichte einer Wunde auf die Bühne bringt – im körperlichen und seelischen Sinn. In „THERE IS NO ORCHESTRA“ erzählen drei starke Frauen auf persönliche, humorvolle und ehrliche Weise von ihrer Suche nach ihrer Identität.

Zum Abschluss von Sommerblut geht es mit der „MAD PRIDE“ zum „KULTURFINALE“. Die erstmalig in Köln stattfindende Parade mit Start am Ebertplatz wendet sich gegen Diskriminierung und lebt Inklusion mit einem fröhlich bunt verrückten Eigensinn. Mit Musik und den verschiedensten Künstlern feiern alle danach das Kulturfinale auf Odonien.